
Rosen besitzen einen unglaublichen (5 € ins Phrasenschwein, ich glaube den Rosen-Reichtum sofort und jederzeit, bei mir blühen die im Dutzend im Garten) Reichtum an Farben, Formen, Gerüchen.

Diese Art von Reichtum macht leider nicht satt, sondern ab und zu nur glücklich.

Das Glück von immateriellem Reichtum wird gerne von denen gepredigt, denen es an irdischen Gütern nicht mangelt. Bevorzugte Zielgruppe der Predigt: Jene, die Nichts haben.

Mal wieder in den städtischen Rosengarten gehen, wenn der Eintritt frei ist. Beliebte Sparvorschläge zum individuellen Glück aus der Bürgerpresse für Wochenenden an jene, die kein Geld für einen Wochenendtrip nach Sylt haben. Dort treffen sich die Besitzer der Bürgerpresse bei Champagner und Austern, um über ihre medialen Strategien zur Ruhigstellung des Mobs zu diskutieren. Mitunter haben die Herren, sehr selten Damen, Verleger ihre Chefredakteure im Schlepptau, die die dort diskutierten Strategien verinnerlichen. Und bei der Redaktionssitzung am Montag den versammelten Lohnschreiber*innen (auf der Ebene der Befehlsempfangenden ist der Frauenanteil wesentlich höher) in die Tablets diktieren.
Wobei sich diese zeit- und geldaufwändigen lästigen Redaktionskonferenzen zeitnah erübrigen werden. Das Geschäft der Lohnschreiber*innen erledigt KI wesentlich kostengünstiger, schneller, widerspruchsfreier. Der Weg geht dann von den Chefredakteuren direkt ins Tablet, Smartphone etc. an die KI.
Zurzeit werden auf fast allen Ebenen der Politik und der Medien die Reste unseres Sozialsystems sturmreif geschossen. Ein Cocktail aus Dummheit, Niedertracht und Lügen ergießt sich in die Köpfe des hilflosen Mobs, der mit Dummheit und Niedertracht sich zur Wehr setzt und seine Metzger wählt, die AfD. Das nennt man dann freien Willen und Selbstbestimmung.
Einer der dümmsten Lügen: „Wir“ (Wir, allein der Beginn ist schon eine faustdicke Lüge. Was hat der reichste Deutsche, Lidl-Besitzer Schwarz mit einem Vermögen von ca. 60 Mrd. Euro, mit einem Bürgergeldempfänger gemein?) haben ein demografisches Problem, können uns die Pflege und die Rente nicht mehr leisten, weil wir zu viele Rentnerinnen und zu wenig Beitragszahler haben. Aktuell liegt das Verhältnis Rentner:Beitragszahler bei 1:2, in den Sechzigern war das mal 1:6.
Diese Zahlen sagen nur eins: Nämlich Nichts. Beispiel zur Verdeutlichung: In Deutschland war das Verhältnis Landwirt:Restbevölkerung in den Fünfzigern rein rechnerisch 1:10. Heute ist es 1:153. Ein Landwirt ernährt 15mal so viel Menschen wie früher. Und obendrein geht es uns erheblich besser.
Des Rätsels Lösung: Fortschritt der Produktivität, (globale) Arbeitsteilung, Ressourceneffizienz, Anstieg des gesellschaftlichen Reichtums.
Selbst wenn das Verhältnis Rentner:Beitragszahler noch ungünstiger würde und sich die Pflegesituation weiter verschärfen würde, hätte wir allemal genug gesellschaftlichen Reichtum, um diese Probleme zu organisieren. Auf der Basis von Fortschritt der Produktivität, (globaler) Arbeitsteilung, Ressourceneffizienz.
Rund 5.000 Superreiche, mit mehr als 100 Mio. Dollar Vermögen, besitzen mehr als ein Viertel des Finanzvermögens in Deutschland. Ihre Zahl ist in einem Jahr um über 20 Prozent gestiegen. Ihnen gehören 27,3 Prozent des Finanzvermögens von 12,4 Billionen Dollar, also knapp 3,4 Billionen Dollar. Diese jahrezehntelange Entwicklung ist derartig obszön aus dem Ruder gelaufen, dass selbst in Teilen der CDU über eine Vermögenssteuer diskutiert wird. Wobei folgendes rauskommen wird: Nichts.
Wir haben kein demografisches, sondern ein Reichtums-Problem. Wäre der nur etwas gerechter verteilt, könnten wir uns diesen ganzen Demografie-Quatsch sparen.
Sorry, ich muss Schluss machen. Mein Flieger geht. Nach Sylt ….

























