
Wie wäre die Geschichte verlaufen, wenn Hitler sein Leben lang in bayerischen Wirtshäusern als Kellner gearbeitet hätte, wie ich es hier die KI habe erstellen lassen? Stattdessen hat er ja leider als Demagoge und Redner nach dem ersten Weltkrieg unter anderem im Hofbräuhaus und zahlreichen Bierkellern einen riesigen Erfolg und Zulauf gehabt.
Die Frage nach dem „was wäre, wenn…“ rührt in diesem Fall an eines der Grundprinzipien des Faschismus: Wie stark basiert erfolgreicher Faschismus auch auf Führerpersönlichkeiten und wie groß ist der strukturelle Anteil an seinem Erfolg von Dispositionen der Massen, ihren Emotionen, Sehnsüchten, Phantasien, unabhängig von jeweiligen Führerpersönlichkeiten? Sicher hätte es in der Weimarer Republik, unabhängig vom Kellner Hitler, Faschismus als Massenbewegung gegeben, auch erfolgreich in der Machtübernahme von der Demokratie. Aber wäre er so erfolgreich geworden, so eliminatorisch-mörderisch, vernichtungsgewillt bis zum eigenen Untergang, wie es der Hitler-Faschismus war oder eher „moderat“ klerikal wie der Franco-Faschismus, der sich bis in die Siebziger hielt?
Die Frage ist keine Erbsenzählerei für Historiker, sondern aktuell brennend relevant, was den weiteren Aufstieg der AfD angeht. Führer-Persönlichkeiten hat die nicht, Malermeister Chrupalla kann froh sein, wenn er einen Satz, einen Pseudogedanken unfallfrei bis zum nächsten Komma rettet, und Weidel ist viel zu sehr eingeschnappte Krampfhenne als dass sie den nötigen Hauch von souveränem Charisma über die Bühne, die Kameras bringt. Aber was, wenn denen ein Volkstribun, ein Rhetor erwächst? Und wie würde der Heute, zwei Generationen später, aussehen? Oder hat sich die Faszination, der notwendige Erregungszustand, um Regeln und Anstand zu überschreiten, der Massen in die digitale Welt, in die sozialen Medien verlagert?
Und wie geht man dagegen vor, wie sollte zeitgenössischer Antifaschismus aussehen? Da gibt’s nicht den einen Königsweg. Aber eine Methode hat Chaplin vorgemacht, in „The Great Dictator“ von 1940: Er machte Hitler lächerlich. Kurz vor Gartenzwerg

Lächerlich. Versuch Nr. 1. Joseph Goebbels. Wir, KI und Ich, arbeiten dran. Interessant: Gemini verweigert die Erstellung eines Bildes von Alice Weidel als Gartenzwergin.
Regelrecht bedrohlich wird es, wenn man Faschisten der Zeitgeschichte in aktuelle Alltagsbezüge einbettet, entkleidet ihres Pathos, ihrer Dämonie, ihrer Lächerlichkeit. Hermann Göring war mitverantwortlich an höchster Stelle für den Holocaust, die Kriege, aber er war in seinem Pathos und seinem Schmierentheater in diesen albernen Uniformen auch lächerlich.

Als normaler zeitgenössischer Redner im Bundestag wirkt er schon ganz anders, irgendwie gruselig. Nur gemildert dadurch, dass die Szenerie nicht der Bundestag ist, sondern höchstens der Kreistag von Psycho-Pannenberg, in Fachkreisen auch als Lüchow-Dannenberg unbekannt.
Angesichts der Tatsache, dass es regnet, saukalt ist und ich jetzt schon den Sommer vermisse, habe ich natürlich Null Bock, mich dauerhaft mit den Abgründen der Geschichte zu beschäftigen. Und so verfeinerte ich die Szenerie der Reise unserer Hippies im Wohnmobil nach Korfu vom letzten Blog. Der war ja versöhnlich friedlich geendet. Ich ließ meine Phantasie etwas schweifen und entwarf dieses Setting, Hippies in den besten Jahren, in einer fröhlich zechenden, kiffenden Dreierkonstellation.

Wir wollen jetzt nicht über mangelnde Diversität in der Abbildung diskutieren, fragen uns auch nicht, wie lange diese Konstellation wohl gut gehen würde, wie sehr männlicher Größenwahn bei dem Prompt ein Rolle gespielt hat, und ob die Crew in dem breiten Kopf nicht irgendwann über eine korfiotische Küstenstrasse ins Meer kachelt, sondern beklagen eher den mangelnden Mut der KI. Die meinen Prompt nur begrenzt ausgeführt hat. Denn wir erinnern uns, anders als Heute herrschte in Hippiekreisen das Primat der fröhlichen Abwesenheit von Klamotten jeglicher Art, bis auf Jesuslatschen …. und so wollte ich es auch haben.
Aber nett sieht es doch aus, oder?






















