
Ein Garten hinter dem Haus kühlt die Raumtemperatur um ca. 3 Grad. Natürlich nur mit entsprechendem Grünzeug. Reiner Rasen, eine „pflegeleichte“ Steinwüste oder ein Garagenhof bringen entweder nichts oder heizen das Ganze noch auf. Ich hätte nicht gedacht, dass ich meinen Garten mal unter diesem Aspekt sehe, aber die aktuelle Wetter“katastrophe“ als Folge des menschenverlachten Klimawandels bringt einen schon auf krumme, also nützliche und sinnvolle Gedanken. Sitzen könnte man bei diesem Wetter ohne den Schatten da nicht. Das ist Süden, hier wachsen Ananas und Bananen, und nicht nur einmal war die Temperaturanzeige in der Sonne „geknackt“, keine Anzeige, weil über 50 Grad. Schon putzig, und sehr menschlich, weil verheerend fehlerhaft, dass ausgerechnet jetzt der Klimawandel keine Rolle in der öffentlichen Diskussion, im politischen Bewusstsein und schon gar nicht im sozialen Widerstand spielt. Jetzt, wo Millionen darunter leiden, krank werden, und tausende, am Ende des Sommers vermutlich zehntausende, daran sterben. Stattdessen zerfasern sich Krethi und Plethi das dusselige Maul über die Possen der Regierenden. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, die inszenieren diesen Berliner Sommernachtsalptraum um von den realen Problemen abzulenken. Aber Gottseidank sind die wirklich so blöd, wie sie sich im Moment aufführen, das erleichtert die Feindschaft. Verwundern kann dieser gigantische kollektive Akt von Verdrängung des rasenden Klimaverfalls nur die, die kein historisches Bewusstsein haben. Die, die nicht mehr erinnern, dass wir vor 1990 mal einen einigermaßen befriedeten Klassenkonflikt hatten, bei dem der Mob mit einigen sozialen Brosamen ruhig gestellt wurde. Die wurden und werden seitdem wieder erbarmungslos eingesammelt. Keine Systemkonkurrenz mehr.
Dieser massive Klassenraub stellt sich im allgemeinen Bewusstsein als alternativlos dar. Das war schon immer so, so wird’s auch immer sein. Nee, war’s nicht und müsste auch nicht. Aber genauso könnte ich den Steinen predigen, sie sollen zu Brot werden. Machen die auch nicht. Nehme ich mal an. Hab’s noch nicht versucht.
Was die Folgen des Klimawandels angeht, hab ich früher gedacht: Nach mir die Sintflut. Bis der durchschlägt, bin ich Kompost. Was offensichtlich eine Fehlkalkulation war. Die Sintflut geht mir nicht am Arsch lang, sondern hat selbigen schon erreicht. Selbst ich, der ich fit wie Nurmi bin (Wäre das ein Auftritt von mir, würde ich jetzt fragen: Wer war Nurmi? Als Preis gäbe es eine Ananas aus meinem Garten), verspüre mitunter beim Flanieren im Betonmoloch Babylon, meint Berlin, einen leichten Schweißfilm auf der Denkerstirn und das Bedürfnis nach einer fünfminütigen Pause. Potzdonner! Sowas kenne ich gar nicht.
Gut, dass Berlin immer irgendwas bietet, was vom Wetter ablenkt.

Darüber habe ich mich geärgert. Bei einer Demo der Spinner von der Partei „Die Basis“ wird meine Heimatstadt Hannover angepault. Hannover, es reicht?! Und was ist mit Köln? Oer-Erkenschwick? Duderstadt? Da reicht’s doch schon lange….

Spinner am Brandenburger Tor


Dann schon lieber richtig durchgeknallt, wie die Jesusfreaks an der Goldelse. Wobei die irgendwie liebenswert sind. Die Reden bei denen haben was sanftes, versöhnliches. Außer wenn es um die ewige Verdamnis geht.
Parteisekten wie „Die Basis“ führen oft einen verbitterten Unterton in ihren Äußerungen.

Jesus ist Herr. Vom feministischen Geist erleuchtet ist diese Betschwester nicht gerade. Jesus ist Frau, Sister!
Aber was red ich. Draußen sind wieder deutlich mehr als 96 degrees in the shade. Da ist Denken nicht gut für den Teint.
Der Song ist eine antikoloniale Anklage. Kann man aber auch gut zu kiffen und tanzen


























